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Meteore, Asteroiden, Sternschnuppen - was ist nun was?



Man kennt die Situation, ein neuer Komet taucht am Himmel auf oder jemand sieht einen hellen Meteoriten am Nachthimmel...es werden die unterschiedlichsten Begriffe für derartige Objekte verwendet.

Dazu eine kleine Ausführung was denn nun was ist.

Der Komet
Im Durchschnitt taucht alle 10 Jahre ein mit bloßem Auge sichtbarer Komet am Himmel auf. Im Volksmund wird dieser auch Schweifstern genannt, da er die für Kometen üblichen Schweife hat.
Es sind grundsätzlich zwei Schweife, wovon einer weiß-gräulich ist und der andere bläulich.
Ein Komet ist ein wenige km großer Brocken aus ca. 75% Eis und Schnee und zu 25% aus Gesteinsstaub. Aus diesem Grund wird ein Komet auch "schmutziger Schneeball" genannt.

Die Schweife entstehen, wenn sich der Komet zwischen Mars und Jupiter befindet. Dort wirkt die Strahlung und Wärme der Sonne auf den Kometen. Es bildet sich ein blauer Schweif, welcher aus Plasma besteht. Dabei wirkt der Sonnenwind auf die chemischen Bestandteile des Kometen und es bildet sich dieser Schweif. Die Schweif zeigt immer von der Sonne weg, egal in welche Richtung der Komet fliegt.
Der zweite Schweif ist weiß-gräulich und besteht aus Eis- und Staubteilchen welche durch Verdampfen entstehen. Dieser Schweif kann bis zu 300 Millionen km lang werden, meist sind es aber "nur" einige Zehnmillionen km.

Kometen bezeichnet man als periodisch oder nicht periodisch (aperiodisch). Das heisst das es Kometen gibt die sicher wiederkehren (periodisch). Oder das ihre Bahn entweder nicht korrekt berechnet werden konnte oder man sicher ist das diese Kometen nicht wiederkehren (aperiodisch).

Besondere Kometen:
- Halleysche Komet
- Ikeya-Seki (war in den Sechzigern auch tagsüber sichtbar)
- Shoemaker-Levy (man erinnert sich sicherlich noch an die Einschläge auf dem Jupiter)
- Hale-Bopp (war von 96-97 sichtbar)
- 17/P Holmes
...

Wie man am Namen von Holmes erkennen kann werden Kometen auch in Klassen eingeteilt.
P bedeutet das die Umlaufzeit kleiner als 200 Jahre ist
C gibt an, das der Komet mehr als 200 Jahre für einen Umlauf benötigt
X wird bei Kometen verwendet wenn die Bahn nicht bestimmbar ist
D bezeichnet periodische Kometen welche verloren gegangen sind
A bekommen Kometen, welche sich später als Asteroiden herausstellen


Vom Kometen zum Meteor
Wie man oben lesen kann bilden Kometen einen Schweif, welcher eine Art Materialspur im All hinterlässt. Kreuzt sich die Erdbahn mit einer Kometenbahn so verglühen die Materialteilchen in der Erdatmosphäre und es entsteht eine sogenannte Sternschnuppe.
Teils entwickeln die Meteoriden (einzelnen Staubteilchen) eine sehr hohe Leuchtkraft, diese werden auch Feuerbälle genannt.
Von einem Meteorstrom bzw. Meteorschwarm spricht man, wenn die Erde eine Kometenbahn kreuzt wo sich sehr viele Staubteilchen befinden.

Die größten Meteorströme:
-Quadrantiden 1.-6. Januar im Sternbild BOOTES (Bärenhüter)
-Lyriden 19.-24. April im Sternbild LYRA (Leier)
-Eta-Aquariden 1.-8. Mai im Sternbild AQUARIUS (Wassermann)
-Delta-Aquariden 15.Juli-15.August im Sternbild AQUARIUS (Wassermann)
-Perseiden 25.Juli-18.August im Sternbild PERSEUS
-Orioniden 16.-27. Oktober im Sternbild ORION
-Tauriden 20.Oktober-30.November im Sternbild TAURUS (Stier)
-Leoniden 25.-20. November im Sternbild LEO (Löwe)
-Geminiden 7.-15. Dezember im Sternbild GEMINI (Zwillinge)


Asteroiden bzw. Planetoiden
Asteroiden sind kurzgesagt kleine Gesteinsbrocken welche durch das All fliegen. Sie sind nur in großen Teleskopen sichtbar. Ihre Größe beschränkt sich meist auf wenige km Durchmesser, aber es gibt auch "Kleinplaneten" mit mehr als 100km und mehr.
Ihre Form ist meist "kartoffelähnlich", d.h. das sie keine Kugelform wie Planeten besitzen. Ihre Oberfläche ist meist durch kleine Einschläge mit kleinen Kratern übersät.
Im Sonnensystem gibt es einen Ring aus Asteroiden welcher ca. 90% der Brocken beinhaltet. Aber es gibt auch Brocken die der Erde sehr nah kommen oder teils sogar durch die Atmosphäre auf der Erde einschlagen sofern sie nicht verglüht sind (man sagt ab ca. 1kg Gewicht, die meisten fallen jedoch in die Meere und Ozeane - jährlich sind es schätzungsweise 3000 Stück die die Erde erreichen - jedoch keinen Schaden anrichten).

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